„Autoreninterview mit: Ava Cooper“

 Interviews / by Bärbel und Andreas Zimmer / 81 views / Beliebt

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Meine ersten Geschichten habe ich schon in der Grundschule geschrieben – überwiegend Horrorstories, die ich zum Teil mit dem Kassettenrecorder vertont habe. Dabei war ich die absolute Screaming-Queen! Später hatte ich dann als Teenager die Idee zu einer High-Fantasy-Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ich habe angefangen, den Anfang zu schreiben, kam aber irgendwann nicht weiter. Was vermutlich daran lag, dass ich einfach keinen Plot hatte – Kunststück, das Wort kannte ich ja gar nicht 😊 Danach ruhte das „Werk“ viele Jahre lang, bis ich es in mehreren Etappen fertig schrieb und mit einem Schreibcoach und einer Lektorin überarbeitete. Im Sommer 2021 erschien dann der erste Band von meinem High-Fantasy-Roman „Die Traumkriegerin“, aus dem später eine Trilogie wurde.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Das ist jedes Mal mega-spannend; ein ganz großartiger Moment – und auch ein wenig beängstigend. Schließlich sind die Geschmäcker nun einmal verschieden, daher habe ich immer etwas Angst, dass mein Buch jemandem so gar nicht gefällt und es einen üblen Verriss gibt. Klar, darüber sollte man stehen, aber das kann ich nicht. Ich nehme mir so etwas immer sehr zu Herzen, weil es ja meine eigenen Geschichten sind. Aber dafür freue ich mich dann unfassbar über die vielen wirklich tollen Rezensionen, die ich vor allem für meine aktuelle Reihe „Das Omega-Gen“ bekommen habe. Da haben mir einige Lesende geschrieben, dass sie dadurch wieder ihre Liebe zu Fantasy entdeckt hätten. Da zerspringt mein Autorinnenherz regelrecht vor Glück.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Das ist ganz unterschiedlich. Inspiriert haben mich sicherlich die Größen der Fantasy wie J.R.R. Tolkien und Marion Zimmer-Bradley (auch wenn meine Begeisterung für sie unter den Missbrauchs-Vorwürfen gelitten hat). Allerdings habe ich natürlich nichts kopiert, sondern das hat meine Begeisterung für Fantasy allgemein geweckt. Meine Geschichten beginnen in der Regel mit einem „Was wäre wenn …“ – Es zwei Welten gäbe, die von unseren Träumen bzw. Albträumen leben (Die Traumkriegerin)? Oder wir uns unsere Welt mit Fabelwesen teilen müssten – die aber nicht friedlich und dankbar sind? Von dieser Idee ausgehend entwickele ich dann einen mehr oder weniger ausführlichen Plot und natürlich die Charaktere, denn sie sind letztlich das Wichtigste. Allerdings entwickeln sich meine Geschichten erst beim Schreiben so richtig; ich bin keine hundertprozentige Plotterin, sondern lasse mich auch stark vom Bauch leiten. Aber ich brauche schon ein grobes Gerüst, sonst verzettele ich mich.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Den gibt es – mein Bett! Klingt schräg, aber ich liehe es, dort zu schreiben. Ich habe nämlich einen elektrisch verstellbaren Lattenrost, der kommt dann ganz hoch und für mich ist das die perfekte Schreibposition. Dazu noch viel Coke Zero und los geht’s!

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Die meisten finden es super. Manche lesen meine Bücher sogar auch, aber nicht alle. Naja, Fantasy ist halt speziell, da bin ich nicht böse, wenn jemand keinen Zugang dazu findet.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz. Wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Ich bin eigentlich ganz gut darin, meine Protas gehen zu lassen. Ich habe nämlich fast immer schon ganz tolle Folgeprojekte mit ebenso wunderbaren Charakteren in der Hinterhand, in die ich mich danach wieder vertiefen kann. Dabei bin ich eine ganz treue Seele – ich schreibe immer nur an einem Projekt (außer Überarbeitungen, die gehen auch zwischendurch…) Das jeweils aktuelle Projekt liebe ich dann immer voller Leidenschaft. Aber wenn es vorbei ist, kann ich gut weiterziehen. Zumindest nach ein paar Tagen. Etwas Abstand brauche ich schon dazwischen. Sonst käme ich mir vor wie eine Prota-Schlampe 😊

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Ich arbeite hauptberuflich in der Kommunikationsabteilung eines Kölner Chemiekonzerns. Noch bezahlen die Einnahmen meiner Bücher weder mein Haus noch mein Essen. Das wäre natürlich mein ganz großer Traum, irgendwann nur noch in meinen eigenen Welten leben zu dürfen. Aber ich weiß, wie wenigen das vergönnt ist. Außerdem macht mir mein Hauptberuf Spaß, daher ist das total okay. Aber vielleicht a irgendwann mal …  Bis dahin heißt es halt, freie Zeit schaffen und Prioritäten setzen. Anders geht es nicht.

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich dem einen oder anderen Lust gemacht habe, in meine Geschichten einzutauchen. Gerade „Das Omega-Gen“ hat so schöne Botschaften, mit denen man sich gut identifizieren kann, finde ich. Denn es geht letztlich darum, sich selbst zu akzeptieren, auch wenn man anders ist als andere. Die eigenen Schwächen können manchmal sogar eine besondere Stärke sein.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Ava und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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